Weinregion Sachsen
Doch was ihm an Größe fehlt, macht es durch Charakter und Qualität mehr als wett. Malerisch erstreckt sich das Anbaugebiet entlang der Elbe zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz und beeindruckt durch seine terrassierten Steillagen, die zu den schönsten Weinbergspanoramen Deutschlands zählen.
Inhalte
Kurz und knapp, die Region Sachsen im Überblick
Lage und Geographie: Deutschlands kleinstes und östlichstes Qualitätsweinanbaugebiet mit nur 520 Hektar Rebfläche; erstreckt sich malerisch entlang der Elbe zwischen Pirna und Diesbar-Seußlitz; terrassierte Steillagen am 51. Breitengrad zwischen 100-260m Höhe
Klima: Kontinentales Klima mit Elbtal-Mikroklima; 1.600-1.800 Sonnenstunden jährlich, 9,5°C Jahresmitteltemperatur, nur 650mm Niederschlag; Elbe als natürlicher Klimapuffer; große Tag-Nacht-Temperaturschwankungen fördern Aromaentwicklung
Anbaugebiet: Kompakte Region entlang der Elbe; charakteristische Steillagen mit jahrhundertealten Trockensteinmauern; 55km Sächsische Weinstraße von Pirna bis Diesbar-Seußlitz; kulturelle Zentren Dresden, Radebeul, Meißen
Hauptrebsorten:
- Weiß: Riesling (13,9%, mittlerweile wichtigste Sorte), Müller-Thurgau (12,8%), Weißburgunder (12,2%), Grauburgunder (9,4%), Traminer (5,4%), Goldriesling (5,2%, Rarität fast nur in Sachsen) (81% Weißweinanteil)
- Rot: Spätburgunder (8,2%), Dornfelder (4,5%) (19% Rotweinanteil)
Weinarten: 81% Weißweine, 19% Rotweine; 81 registrierte Rebsorten (diversestes deutsches Weinbaugebiet); Spezialität "Schieler" (traditioneller Rotling aus gemeinsamer Kelterung roter und weißer Trauben)
Klassifikationssystem: VDP-System mit zwei Mitgliedsweingütern; VDP.GROSSE GEWÄCHSE aus Monopollagen; charakteristische "Sachsenkeule" als regionale Flaschenform; "Schieler" als geschützter regionaler Begriff
Geschützte Herkunftsbezeichnung: Deutsches Anbaugebiet mit 850-jähriger Tradition (erste urkundliche Erwähnung 1161); "Eine Rarität - Weine aus Sachsen" als offizielles Motto
Weincharakter:
- Weißweine: Feine Mineralität, lebendige Säure, subtile Fruchtaromen, charakteristische Frische und Eleganz durch kontinentales Klima
- Rotweine: Elegante Spätburgunder mit Terroir-Ausdruck, profitieren vom Klimawandel; farbintensive, körperreiche Dornfelder
- Schieler: Lachsrosa Farbe, fruchtige Aromen von Erdbeeren und Himbeeren
Bodenbeschaffenheit: Bemerkenswerte geologische Vielfalt: Granit- und Syenitverwitterungsböden (Meißener Massiv), Löss-Ablagerungen über Urgestein, Sandstein-Verwitterungsböden; komplexes Bodenmosaik verleiht charakteristische Mineralität
Geschichte: Erste urkundliche Erwähnung 1161, bereits um 929 berichtet; historischer Höhepunkt im 17. Jahrhundert (bis 5.000 ha); komplette Reblausverseuchung bis 1907; DDR-Zeit nur 220 ha; Wiederaufbau seit 1990; heute 1.381 Winzer (80 im Haupt-/Nebenerwerb)
Berühmte Weingüter: Schloss Proschwitz - Prinz zur Lippe (VDP-Flaggschiff, 87 ha, vier Sterne Gault&Millau 2024), Klaus Zimmerling (VDP, "klein aber fein"), Staatsweingut Schloss Wackerbarth (Europas erstes Erlebnisweingut, 90 ha), Winzergenossenschaft Meißen (größter Betrieb, 135 ha, 837 Kleinwinzer), Martin Schwarz
Besonderheit: Kleinstes und östlichstes deutsches Weinbaugebiet; 81 Rebsorten (höchste Diversität); einzigartige regionale Spezialität "Schieler"; charakteristische "Sachsenkeule"-Flaschenform; "Lindenblatt-Signatur" bei Spitzenweinen; dramatischer Strukturwandel seit 1990; Lese beginnt heute 4-5 Wochen früher als vor 30 Jahren; Goldriesling als sächsische Rarität; kulturhistorische Trockensteinmauern als geschützte Biotope
Geschichte der Weinregion Sachsen
Die Geburtsstunde des sächsischen Weinbaus liegt im Jahr 1161, als Otto der Reiche, Markgraf von Meißen, der St. Egidien-Kapelle in Meißen einen Weinberg schenkte – ein Ereignis, das urkundlich bezeugt ist und 2011 das 850-jährige Jubiläum des sächsischen Weinbaus markierte. Jedoch berichtete Bischof Thietmar von Merseburg bereits um 929 über Weinstöcke im Elbtal, was auf eine noch frühere Weinbautradition hindeutet.
Die Blütezeit im Mittelalter erlebte der sächsische Weinbau im 13. und 14. Jahrhundert. Klöster und Konvente prägten die Entwicklung maßgeblich, neue Weinberge entstanden, und die Region erlangte überregionale Bedeutung. Im 17. Jahrhundert erreichte der Weinbau seine historisch größte Ausdehnung. Historische Quellen gehen von bis zu 5.000 Hektar aus, zehnmal mehr Fläche als heute.
Krisenzeiten und Zäsuren prägten die folgenden Jahrhunderte. Die protestantische Reformation des 16. Jahrhunderts brachte einen ersten Einschnitt: Klöster und Konvente mussten ihre Weinberge verkaufen, wodurch die jahrhundertealte klösterliche Weinbautradition endete. Den verheerendsten Schlag erlitt die Region jedoch im 19. Jahrhundert durch die aus Amerika eingeschleppte Reblaus. Dieser winzige Schädling vernichtete einen großen Teil der Rebstöcke, bis 1907 die sächsische Regierung kapitulieren musste und das gesamte Weinbaugebiet offiziell als „durchgehend verseucht" erklärte. Der Weinbau kam damals praktisch zum Erliegen.
Der Wiederaufbau nach 1990 markiert das moderne Kapitel. Waren zur Wende nur noch 220 Hektar bestockt, verdoppelte sich die Fläche bis 2000. Heute bewirtschaften 1.381 Winzer die Region, davon arbeiten 80 im Haupt- oder Nebenerwerb (Stand 2024). Die Zahl der Kleinwinzer ist allerdings von 3.652 (2007) auf 1.301 (2023) zurückgegangen, ein Strukturwandel, der die Region vor neue Herausforderungen stellt.
Geografie und Klima
Die Lage: Auf dem 51. Grad nördlicher Breite gedeihen zwischen 100 und 260 Metern über dem Meeresspiegel außergewöhnliche Weine. Das Herzstück bilden die charakteristischen Steillagen des Elbtals mit ihren jahrhundertealten Trockensteinmauern, die als geschützte Biotope von unschätzbarem kulturhistorischem Wert sind.
Das Terroir zeichnet sich durch bemerkenswerte geologische Vielfalt aus. Die Böden entstanden aus verschiedenen Ausgangsgesteinen: Granit- und Syenitverwitterungsböden des Meißener Massivs verleihen den Weinen ihre charakteristische Mineralität, während Löss-Ablagerungen über Urgestein für optimale Nährstoffversorgung sorgen. Sandstein-Verwitterungsböden komplettieren das komplexe Bodenmosaik.
Das Klima profitiert vom sogenannten „Elbtal-Mikroklima". Die Elbe fungiert als natürlicher Klimapuffer, der extreme Temperaturschwankungen abmildert. Mit durchschnittlich 1.600 bis 1.800 Sonnenstunden pro Jahr, einer Jahresmitteltemperatur von 9,5°C und nur etwa 650 mm Niederschlag herrschen trotz der nördlichen Lage erstaunlich günstige Bedingungen. Das kontinental geprägte Klima mit großen Tag-Nacht-Temperaturschwankungen während der Reifezeit fördert die Aromaentwicklung und verleiht den Weinen ihre charakteristische Frische und Eleganz.
Der Klimawandel macht sich in Sachsen besonders deutlich bemerkbar. Die Lese beginnt heute vier bis fünf Wochen früher als noch vor 30 Jahren. Während dies einerseits neue Möglichkeiten eröffnet, Riesling ist mittlerweile zur wichtigsten Rebsorte avanciert, bringen extreme Wetterereignisse wie Hagel, Starkregen oder Trockenphasen neue Herausforderungen mit sich.
Rebsorten und Weinstile
Die am häufigsten angebauten Rebsorten der Region und ihr Anteil an der gesamten Rebfläche in %.
Vielfalt auf kleinstem Raum
81 registrierte Rebsorten machen Sachsen zu einem der diversesten deutschen Weinbaugebiete. Auf 81 Prozent der Fläche wachsen weiße, auf 19 Prozent rote Rebsorten – ein Verhältnis, das die Cool-Climate-Philosophie der Region widerspiegelt.
Die weißen Hauptrebsorten
Riesling (14 Prozent) hat sich seit der Wiedervereinigung zur wichtigsten Rebsorte entwickelt und den Müller-Thurgau vom Spitzenplatz verdrängt. Die sächsischen Rieslinge zeichnen sich durch feine Mineralität, lebendige Säure und subtile Fruchtaromen aus – ein Spiegelbild des kontinentalen Klimas und der vielfältigen Böden.
Müller-Thurgau (13 Prozent) war lange Zeit die dominierende Sorte und liefert noch immer unkomplizierte, fruchtbetonte Weine für den täglichen Genuss. Die Sorte profitiert vom frühen Reifezeitpunkt und der Anpassung an das kühle Klima.
Weißburgunder (12 Prozent) gedeiht besonders in den geschützten Steillagen und entwickelt hier eine bemerkenswerte Komplexität mit nussigen Noten und cremiger Textur.
Grauburgunder (9 Prozent) zeigt in Sachsen eine besondere Eleganz und Finesse, geprägt von der langen Reifezeit und den kühlen Nächten.
Traminer (5 Prozent) ist eine der großen Spezialitäten der Region. Die würzige Sorte findet in den warmen Steillagen optimale Bedingungen und entwickelt ihr charakteristisches Rosenbukett in außergewöhnlicher Intensität.
Goldriesling (5 Prozent) stellt eine echte Rarität dar – eine Züchtung aus dem Elsass, die fast ausschließlich in Sachsen kultiviert wird. Die Sorte verbindet die Eleganz des Rieslings mit zusätzlicher Fülle und ist ein lebendiges Zeugnis der Sortenvielfalt.
Die roten Rebsorten
Spätburgunder (8 Prozent) führt bei den Rotweinen und profitiert vom Klimawandel. Die besten Lagen bringen mittlerweile Burgunder von beeindruckender Qualität hervor, die sich durch Eleganz und Terroir-Ausdruck auszeichnen.
Dornfelder (5 Prozent) liefert farbintensive, körperreiche Weine und hat sich als zuverlässige Rotweinsorte etabliert.
Sächsische Spezialitäten
Der Schieler ist die wohl bekannteste Spezialität Sachsens. Diese traditionelle Weinart entsteht aus der gemeinsamen Kelterung roter und weißer Trauben und entspricht der deutschen Kategorie „Rotling". Der Name leitet sich vermutlich von „schillern" ab – ein Hinweis auf die schimmernde, lachsrosa Farbe. Ursprünglich war es ein preiswerter „Zechwein" für Studenten, heute ist er ein beliebter Sommerwein mit fruchtigen Aromen von Erdbeeren und Himbeeren.
Die Sachsenkeule, eine einzigartige Flaschenform, unterstreicht die regionale Identität und macht sächsische Weine schon äußerlich unverwechselbar.
Bekannte Weingüter
VDP-Spitze und Traditionsbetriebe
Die VDP-Tradition in Sachsen reicht bis 1996 zurück, als Schloss Proschwitz dem Verband beitrat. Heute repräsentieren zwei Weingüter die Region im VDP und folgen der vierstufigen Klassifikation von VDP.Gutswein über VDP.Ortswein und VDP.Erste Lage bis zum VDP.Großen Gewächs.
Schloss Proschwitz – Prinz zur Lippe thront als Flaggschiff des sächsischen Weinbaus. Dr. Georg Prinz zur Lippe kehrte 1990 nach der Wende auf das Familiengut zurück und baute es zum renommiertesten Weingut der Region auf. Als VDP-Mitglied produziert das Gut auf 87 Hektar Weine von Weltklasse, darunter VDP.Große Gewächse aus den Monopollagen Schloss Proschwitz und Kloster Heilig Kreuz. Die Weine zeichnen sich durch ihre „Lindenblatt-Signatur" aus – eine feine Säurespitze, die an die gezackten Ränder von Lindenblättern erinnert. 2024 erhielt das Weingut vier Sterne im Gault&Millau Weinguide.
Weingut Klaus Zimmerling vertritt als zweites VDP-Mitglied Sachsens die Philosophie von „klein aber fein". Der in Pillnitz ansässige Betrieb hat sich seit 1992 einen exzellenten Ruf erarbeitet. Besonders bemerkenswert ist die Verbindung von Weinkunst und bildender Kunst – Zimmerlings Frau, die Bildhauerin Malgorzata Chodakowska, gestaltet die Etiketten und betreibt eine Galerie auf dem Weingut.
Sächsisches Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul ist Europas erstes Erlebnisweingut und verbindet Weinproduktion mit Tourismus auf höchstem Niveau. Auf 90 Hektar entstehen jährlich 350.000 Flaschen Wein und 250.000 Flaschen Sekt. 2025 wurde die Qualität mit vier Goldmedaillen bei der Austrian Wine Challenge bestätigt, 2024 erhielt das Gut vier Sterne im Gault&Millau und 2022 wurde es von VINUM zu einer der „Unique Wineries of the World" gekürt.
Winzergenossenschaft Meißen bewirtschaftet als größter Betrieb der Region 135 Hektar und vereint 837 Kleinwinzer unter ihrem Dach. Unter Kellermeisterin Natalie Weich hat die Genossenschaft in den letzten Jahren erhebliche Qualitätssprünge gemacht und mit ihrer „WeinErlebnisWelt" ein beeindruckendes Besucherzentrum geschaffen..
Weingut Martin Schwarz führt als ehemaliger Kellermeister von Schloss Proschwitz seit Jahren einen eigenen Familienbetrieb und steht für traditionelle Weinbereitung mit modernen Akzenten.
Kulinarische Traditionen und Speiseempfehlungen
Sauerbraten nach sächsischer Art bildet den Klassiker der regionalen Küche. Das in Rotwein marinierte und geschmorte Rindfleisch harmoniert perfekt mit den kräftigeren sächsischen Rotweinen wie Spätburgunder oder Dornfelder. Die traditionelle Beilage aus Kartoffelklößen oder Spätzle rundet das bodenständige Gericht ab.
Elbfische wie die regionale Forelle werden traditionell „blau" zubereitet und mit Petersilienkartoffeln serviert. Dazu passt ein mineralischer Riesling oder ein eleganter Weißburgunder, deren Säure die Frische des Fisches unterstreicht.
Sächsisches Wild aus den nahegelegenen Wäldern des Erzgebirges – Reh, Hirsch oder Wildschwein – verlangt nach den komplexeren Rotweinen der Region. Ein gereifter Spätburgunder aus den Steillagen harmoniert hervorragend mit der kräftigen Wildnote.
Quarkkeulchen sind das süße Pendant der sächsischen Küche. Die aus Quark, Kartoffeln und Mehl geformten Pfannkuchen werden mit Apfelmus oder Preiselbeermarmelade gereicht und finden in einem Riesling Kabinett oder einer Spätlese den idealen Begleiter.
Regionaler Käse von den handwerklichen Käsereien der Umgebung, besonders Ziegen- und Schafskäse, harmoniert ausgezeichnet mit den mineralischen Weißweinen oder einem eleganten Schieler.
Dresdner Stollen zur Weihnachtszeit wird traditionell mit einem edelsüßen Wein wie Beerenauslese oder Eiswein genossen – eine Kombination, die das sächsische Lebensgefühl perfekt widerspiegelt.
Tourismus und Veranstaltungen
Die Sächsische Weinstraße erstreckt sich über 55 Kilometer von Pirna bis Diesbar-Seußlitz und verbindet kulturhistorische Sehenswürdigkeiten mit der reizvollen Weinlandschaft. Dresden, Radebeul und Meißen bilden die kulturellen Höhepunkte der Route, während die idyllischen Elbweindörfer authentische Weinerlebnisse bieten.
Der Sächsische Weinwanderweg führt über 90 Kilometer zu den schönsten Weinbergen, Aussichtspunkten und Weinkellern. Besonders empfehlenswert sind die Abschnitte durch die terrassierten Steillagen, die spektakuläre Ausblicke auf das Elbtal bieten.
Jährliche Höhepunkte
Das Meißner Weinfest (letztes September-Wochenende) ist das größte Weinfest Sachsens und lockt jährlich Tausende Besucher in die Porzellanstadt. Über 20 Spielorte bieten ein buntes Programm von Blues über Folk bis Klassik, während die Winzer ihre besten Weine rund um den historischen Markt präsentieren.
Die Tage des offenen Weingutes (letztes August-Wochenende) gewähren einzigartige Einblicke in die Arbeit der Winzer. Über 25 Weingüter öffnen ihre Keller, bieten Weinbergsführungen und Verkostungen. Ein spezieller Shuttle-Service verbindet die teilnehmenden Betriebe.
Der Elbtal-Weinlauf (Oktober) ist ein genussorientierter Landschaftslauf ohne Zeitwertung, bei dem die malerische Landschaft und der Weingenuss im Vordergrund stehen.
Unterkünfte und Gastronomie
Schloss Proschwitz bietet in seinem barocken Ensemble nicht nur Weinverkostungen, sondern auch Räumlichkeiten für private Veranstaltungen und Hochzeiten.
Straußwirtschaften und Besenschänken laden zur gemütlichen Einkehr ein. Diese rustikalen Lokalitäten, meist von Klein- und Nebenerwerbswinzern betrieben, bieten authentische Atmosphäre und regionale Küche.
Vinotheken in Dresden, Radebeul und Meißen präsentieren die ganze Vielfalt sächsischer Weine in stilvollem Ambiente.
Quiz
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